Blog | Zähne & Materialien
Der Batterieeffekt im Mundraum
Metalle im Mund kann man sich am besten vorstellen wie kleine Antennen. Sie erzeugen tatsächlich so etwas wie Elektrosmog im Mund und können dadurch das Aktionspotenzial von Nervenzellen stören. Der hohe Mineraliengehalt im Speichel schafft eine optimale elektrolytische Lösung für „fließenden Strom“ von Metall zu Metall, ein ganz typisches Beispiel hierfür ist ein Goldinlay neben einer Amalgamfüllung.
Der Batterieeffekt – so der Fachbegriff – entsteht, wenn unterschiedliche Metalle im Mundraum aufeinandertreffen. Der Speichel fungiert dabei als leitende Flüssigkeit, tatsächlich wie bei einer Batterie.
Warum ist das wichtig?
Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass Metalle im Mund solche Effekte haben können. Folge können lokale Entzündungen, metallischer Geschmack, Kopfschmerzen oder neurologische Symptome sein. Aktuell wird erforscht, ob der Batterieeffekt auch das Risiko für chronische Erkrankungen erhöht.

Dr. med. dent. Silvie Aschauer
Ihre Begeisterung für die Medizin war von Kindheit an da, seit ihrem Studium kann Silvie ihre Leidenschaft für ganzheitliche Medizin leben. Es fasziniert sie, hinter Symptomen nach wahren Ursachen zu forschen – und Zahnmedizin konsequent weiterzudenken.
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