Pädiatrisches Atemweg-Screening
Freie Atemwege für eine gesunde Entwicklung
Atmung, Schlaf, Zungenlage und Kieferentwicklung hängen enger zusammen, als viele Eltern vermuten. Atmet ein Kind dauerhaft durch den Mund, schnarcht regelmäßig oder schläft unruhig, kann es sinnvoll sein, genauer hinzuschauen.
Beim pädiatrischen Atemweg-Screening betrachten wir deshalb nicht nur die Zähne. Wir schauen uns an, wie sich Mundraum, Kiefer und Atemfunktion deines Kindes entwickeln und ob es Hinweise auf eine beeinträchtigte Nasenatmung oder auffällige Schlafatmung gibt.
Das schauen wir uns bei deinem Kind an
- Wie sich der Gaumen entwickelt: Ist er ausreichend breit und harmonisch geformt oder wirkt er hoch und schmal?
- Wie die Zunge in Ruhe liegt: Ruht sie am Gaumen oder liegt sie überwiegend tief im Mund?
- Wie der Kiefer wächst: Entwickelt er sich altersgerecht und bietet er genügend Platz für Zähne und Zunge?
- Wie dein Kind atmet: Überwiegend durch die Nase oder häufig durch den Mund?
- Wie dein Kind schläft: Gibt es Schnarchen, einen offenen Mund, unruhigen Schlaf oder beobachtete Atempausen?
- Ob weitere Warnsignale bestehen: zum Beispiel Mundtrockenheit am Morgen, Augenringe, häufiges Erwachen, Zähneknirschen, Tagesmüdigkeit oder Konzentrationsprobleme.
Warum ein früher Blick sinnvoll sein kann
Viele Auffälligkeiten entwickeln sich schleichend und werden im Alltag lange als normal wahrgenommen. Je früher wir ungünstige Atem- oder Funktionsmuster erkennen, desto früher können wir entscheiden, ob Beobachten genügt oder eine weiterführende Abklärung sinnvoll ist.
Dabei geht es nicht darum, jedem Kind sofort eine Behandlung zu empfehlen. Es geht darum, die Entwicklung aufmerksam zu begleiten und Zusammenhänge frühzeitig zu erkennen.
Für welche Kinder eignet sich das Screening?
Ein Atemweg-Screening kann besonders sinnvoll sein, wenn dein Kind:
- häufig mit offenem Mund sitzt oder schläft,
- regelmäßig schnarcht,
- überwiegend durch den Mund atmet,
- sehr unruhig schläft oder häufig aufwacht,
- morgens einen trockenen Mund hat,
- mit den Zähnen knirscht,
- häufig unter einer verstopften Nase leidet,
- einen hohen oder schmalen Gaumen hat,
- wenig Platz für die Zähne zeigt,
- tagsüber auffällig müde oder unkonzentriert ist,
- oder wenn du als Mama oder Papa einfach das Gefühl hast, dass die Atmung deines Kindes genauer angeschaut werden sollte.
Wie geht es nach dem Screening weiter?
Nach der Untersuchung besprechen wir gemeinsam, was wir beobachtet haben. Wenn sich Hinweise auf eine behandlungsbedürftige Auffälligkeit ergeben, empfehlen wir je nach Befund eine weiterführende Abklärung – zum Beispiel in der HNO-Heilkunde, Kieferorthopädie, Logopädie oder myofunktionellen Therapie.
Das Screening ersetzt keine fachärztliche Schlaf- oder Atemwegsdiagnostik. Es hilft uns aber dabei, mögliche Warnsignale zu erkennen und die nächsten Schritte gezielt zu planen.
Termin vereinbaren
Du möchtest wissen, wie sich Atmung, Zungenlage, Gaumen und Kiefer deines Kindes entwickeln?
Dann vereinbare einen Termin für das pädiatrische Atemweg-Screening in unserer Praxis. Gemeinsam schauen wir genauer hin – ruhig, kindgerecht und ohne Druck.
Ordinationszeiten
Montag bis Donnerstag: 8:00 – 12:00 Uhr, 13:00 – 17:00 Uhr, Freitag: 9:00 – 14:00 Uhr
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