Warum ein wurzelbehandelter Zahn schädlich sein kann?
Eine Wurzelbehandlung soll einen entzündeten oder abgestorbenen Zahn erhalten. Klingt vernünftig – schließlich möchte man möglichst viele eigene Zähne behalten. Doch was viele nicht wissen: Ein wurzelbehandelter Zahn kann langfristig Probleme im Körper verursachen.
Das liegt vor allem daran, dass es aufgrund der Zahnanatomie kaum möglich ist, alle feinen Seitenkanäle im Bereich der Zahnwurzel vollständig zu reinigen. Selbst bei sorgfältiger Arbeit bleiben oft winzige Reste von Gewebe oder Keime zurück. Diese können zu akuten oder gar chronischen Entzündungen führen – und zwar nicht nur im Kiefer, sondern in weiterer Folge auch an ganz anderen Stellen im Körper.
Ein weiterer Risikofaktor ist das Material, das bei der Füllung des Wurzelkanals verwendet wird. Es kann mit dem umgebenden Gewebe in Kontakt kommen, eine sogenannte Fremdkörperreaktion auslösen oder sogar allergene Stoffe enthalten, auf die der Körper empfindlich reagiert. Die Folge? Es entstehen Reizungen, Entzündungen oder Abwehrreaktionen. Und auch hier gilt, dass die späteren Symptome oft nicht direkt auf den Zahn hinweisen.
Weil jeder Zahn über den Blutkreislauf mit dem ganzen Körper verbunden ist, kann ein wurzelbehandelter Zahn auch in weit entfernten Regionen gesundheitliche Beschwerden begünstigen – etwa bei chronischer Müdigkeit, Gelenkschmerzen oder unklaren Entzündungsreaktionen.
In der biologischen Zahnmedizin ist genau dieser Zusammenhang zentral: Wir betrachten den Zahn nicht isoliert, sondern als Teil eines vernetzten Systems. Deshalb lohnt es sich, bei chronischen Beschwerden auch einen Blick auf bestehende Wurzelfüllungen zu werfen – vor allem, wenn andere Ursachen ausgeschlossen wurden.
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